Donnerstag, 5. Januar 2017
Irgendwann Anfang der 80er.... ich bin zu Besuch bei meinem Vater, seiner Frau und meiner nur knapp 3 Jahre jüngeren Halbschwester. Wir spielen im Kinderzimmer und fangen an zu streiten. Alina sagt aus heiterem Himmel: Das ist aber mein Papa! Ich antworte: Aber meiner auch. Es geht ein paar mal hin und her... Nein! Doch! Nein, ist er nicht! Doch, ist er.
Warum ist sie so gemein? Ich gebe auf. "Kann auch deiner bleiben" sage ich unter Tränen und gehe. Ziehe meine Schuhe an und verlasse die Wohnung im 2.Stock.
Ich verlasse aber das Haus nicht, sondern laufe in den Keller. Schließlich wird mein Vater gleich kommen und nach mir suchen. Weinend hocke ich im Keller. Da höre ich oben die Wohnungstür aufgehen. "Jasmin?" ruft meine Vater von oben. Ich warte auf seine Schritte. Aber stattdessen geht einfach die Wohnungstür wieder zu. Keiner sucht mich. Keiner scheint aus dem Fenster zu gucken, um zu sehen, ob ich dort gehe.
Ich bleibe im Keller. Keine Ahnung wie lange. Irgendwann gehe ich nach Hause....

Dieses Mädchen im Keller, das steckt noch tief in mir. Es ist die erste starke Erinnerung an mich und meine verkorkste Familiengeschichte, die ich hier mal "zu Papier" bringen möchte

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